9. Juni 2016

So finden Sie das richtige Kochfeld

Gas, Ceran oder Induktion?

Bei der Planung einer Küche will einiges bedacht werden. Zum Beispiel, welches Kochfeld man bevorzugt. Die Unterschiede zwischen einem Gaskochfeld, einem Elektroherd samt Cerankochfeld oder einem Induktionskochfeld sind zahlreich. Wir erklären die Vor- und Nachteile und zeigen, was sich für welche Bedürfnisse am besten eignet.

Das Induktionskochfeld

Bei Induktionskochfeldern werden Töpfe und Pfannen durch induktiv erzeugte Wirbelströme erhitzt. Dabei erhitzt sich nur der Topf und nicht die Herdplatten an sich. Das Induktionskochfeld überzeugt mit seiner schnellen Geschwindigkeit und dem geringen Stromverbrauch. Die Hitze ist genauso schnell da, wie auch wieder weg und kann sehr präzise reguliert werden. Bei einem Induktionskochfeld besteht auch wenig bis gar keine Verbrennungsgefahr, da die Glaskeramik nur gering warm wird.

Das ist zu beachten: Bei einem Induktionskochfeld muss der Topf mit einem magnetischen Boden ausgestattet sein. Bei Töpfen aus Stahlemaille und Gusseisen ist das zum Beispiel der Fall. Materialien wie Edelstahl, Kupfer oder Aluminium sind dagegen nicht induktionstauglich.

Das Gaskochfeld

Kochfelder mit Gas bieten Vorteile wie zum Beispiel die höhere Umweltfreundlichkeit im Gegensatz zum Elektroherd oder die niedrigen Energiekosten. Auch während eines Stromausfalls oder in Gebieten ohne Stromversorgung ist der Betrieb möglich, da zum Zünden der Flamme meist kein Strom benötigt wird. Auch Profiköche kochen gerne mit dem klassischen Gaskochfeld. Es reagiert besonders schnell, verlangt jedoch aufgrund des offenen Feuers nach besonders viel Aufmerksamkeit, besonders wenn sich Kinder in der Küche befinden. Auch beim Gaskochfeld lässt sich, wie beim Induktionskochfeld, die Hitze stufenlos regulieren und ist beim Ausschalten sofort weg.

Das ist zu beachten: Bei einem Gaskochfeld geht seitlich leicht Wärme verloren und diese kann auch den Topfhenkel erwärmen.

Gasherd

Das Cerankochfeld

Lange Zeit galt Ceran als absoluter Standard bei den Kochplatten. Doch inzwischen wird es immer häufiger von Induktion abgelöst. Der Elektroherd mit Ceranfeld ist aber relativ günstig in der Anschaffung und benötigt nur einen normalen Stromanschluss, der in fast jedem Haushalt vorhanden ist. Strahlungsheizkörper erhitzen beim Elektroherd die Glaskeramik des Feldes und damit den Topf. Er ist mit allen Kochtöpfen kompatibel, braucht aber ein wenig Zeit, bis er die gewünschte Hitze erreicht hat.

Das ist zu beachten: Ein Ceranfeld wird heiß und gibt die Hitze dann an den Topf ab. Die Herdplatte bleibt daher auch nach dem Ausschalten noch länger warm.

Cerankochfeld

Welches Kochfeld eignet sich für Sie?

Die Wahl des Kochfeldes hängt ganz stark von Ihren Bedürfnissen und Anforderungen im Alltag ab. Egal ob Gas, Ceran oder Induktion: Alle drei Versionen haben Vor- und Nachteile.

Gaskochfelder gelten als recht preiswert im Betrieb, allerdings sollte bereits ein Gasanschluss vorhanden sein, da eine Installation durchaus kostspielig werden kann. Der Anschluss für einen Elektroherd mit Ceranfeld ist im Gegensatz in nahezu jeder Wohnung bereits verfügbar. Der Elektroherd, beziehungsweise das Ceranfeld, ist im Betrieb aber teurer als der Gasherd.

Der Induktionsherd versucht die Vorteile von Gas- und Elektroherden zu vereinen: Das Kochfeld schaltet sich automatisch ein, wenn ein induktionsfähiger Topf darauf platziert wird. Bei einem nicht geeigneten Topf bleibt die Platte kalt. Gerade mit Kindern ist das ein enormer Sicherheitsvorteil. Die eventuelle Neuanschaffung von geeigneten Töpfen ist wiederum nachteilig.

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